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Paul Lanzerstorfer von Pulpmedia bei seinem Vortrag am Conference Day der JETZT Video am 29. September 2021.

JETZT Video: Das war der Vormittag des Conference Day am 29. September

Wir fassen den Vormittag des Conference Day der JETZT Video Fachkonferenz zusammen, an dem hochkarätige Speaker ihre Inputs zu Bewegtbild-Content lieferten: Alex Gänsdorfer, Paul Lanzerstorfer, Maximilian Mahdalik und eine fünf-köpfige Panel-Diskussion.

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Paul Lanzerstorfer (Pulpmedia) folgte auf die Opening Keynote von NEOH-Geschäftsführer Alex Gänsdorfer auf im Rahmen der Fachkonferenz JETZT Video im Designhotel Das Triest. Für Paul gibt es sieben gute Gründe, warum Bewegtbild-Werbung essentiell für Marken sind. Dazu zählen unter anderem die Reichweite, die generiert werden kann. Außerdem Aufmerksamkeit, Emotionen und der Möglichkeit, einfach das Produkt/die Dienstleistung/eine Marke zu erklären. Paul gibt aber auch zu, dass Video-Produktionen sehr viel Budget verlangen. Für Paul ist bei Video-Produktionen außerdem wichtig, an der Customer Journey entlang zu denken und „Personas” zu erstellen, um die Zielgruppe optimal zu erreichen bzw. ein Bild der Zielgruppe im Kopf zu haben – aber nicht jedes Mal aufs Neue. „Effizienz” ist das Zauberwort. Denn „durchgängiges Storytelling” erspart viel Arbeit und Zeit, daher empfiehlt Paul, „Videos zu recyclen in verschiedenen Größen”.

You better be live

Maximilian Mahdalik (krone.tv) setzte fort mit seiner Keynote „krone.tv: Nichts bewegt wie Bewegtbild”. Gestartet wurde mit dem Claim von krone.tv „Live das Bild”, der „das Leben schwer macht”, wie Max augenzwinkernd sagte, denn Live-Content ist zwar sehr aktuell und gefragt, aber auch viel Aufwand auf der Produktionsseite. Krone.tv steht für News, Sport, Lifestyle  und Musik bzw. Unterhaltung im Allgemeinen. Ziel des TV-Senders ist es, auch die jüngeren Zielgruppen in Österreich zu erreichen, denn laut Max wird dies über die klasse „Kronen Zeitung” nicht mehr passieren. Durch den breiten Medien-Mix sind auch neue Werbemöglichkeiten möglich  – in dem Fall Bewegtbild. Auch auf krone.at gibt es pro Monat zwischen 15 und 20 Millionen vermarktbare Videoaufrufe, die auf krone.tv-Produktionen beruhen. Ein Top-Thema war zuletzt die Live-Besteigung des Großglockners auf krone.tv, indem auch Andreas Gabalier mitwirkte und Aufmerksamkeit generierte.

Doch auch Social Media spielt für krone.tv eine große und wichtige Rolle mit 360.000 Facebook Followern, 150.000 Instagram Followern, 50.000 YouTube-Likes. Bekanntlich spielt Bewegtbild auch im Social-Rahmen eine wichtige Rolle, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Das Motto: Social Media first! Die wichtigsten Formate sind: Krone News, #Brennpunkt, PUSH – das Magazin und ADABEI Prime.

Instream‑, Outstream‑, Display- und Adressable TV 

Der letzte Programmpunkt vor der Mittagspause war die Podiumsdiskussion „What’s new, what’s hot, what works: Micro-Content, Interactive Ads, Branded Content” unter der Moderation von Karin Fauland (Engage Datasolution). Die Panel-TeilnehmerInnen waren Alexander Leitner (Goldbach), Xenia Daum (COPE), Maximilian Pruscha (YOC) und Edi Zögl (Edvertising).

Auf die Frage, in welchem Bereich die DiskussionsteilnehmerInnen das größte Wachstum sehen, antwortete Leitner, dass sie bei Goldbach definitiv ein Wachstum im Video-Bereich wahrnehmen. Der Fokus bei Goldbach liegt ganz eindeutig bei Advanced TV – also der Kombination aus klassischem TV und Online. Laut Xenia Daum werden klassische Prerolls immer unbeliebter bei den Usern und werden ihrer Meinung nach im Digitalen stark zurückgehen. Max Pruscha ist davon überzeugt, dass Online-Werbung möglich unaufdringlich sein sollte und der Content an die Zielgruppe anzupassen ist. Auf die Frage, ob guter Content das Bewegtbild-Umfeld braucht, verneint Leitner. Daraufhin wird die Länge der Spots diskutiert: was ist zu lange? Was zu kurz? Wann soll man die Möglichkeit bekommen, wegzuklicken? Daum gibt auch an, dass oft kein Ton bei Videos vorkommt bzw. von den Usern nicht genutzt wird – ganz besonders auf Facebook. Daum ist auch davon überzeugt, dass ein möglichst vielfältiges Werbeangebot bzw. einige unterschiedliche Kanäle die KundInnen am meisten überzeugt.

Zuletzt kam Edi Zögl zu Wort. Ihm gelang im vergangenen Jahr ein Coup mit dem Felber-Social Media Bewegtbild-Content, der für viel Aufmerksamkeit sorgte. Doris Felber nahm das Hilfsangebot von Zögl dankend an und trotz geringem Budget gelang der Erfolg im Social Web. Schlusswort von Edi Zögl: „If you have nothing to pay, film it!”

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