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Damit bekommen die Werbeindustrie und Webpublisher deutlich mehr Zeit

Google verschiebt Ende der Werbe-Cookies in Chrome auf 2023

Webbrowser, wie Safari oder Firefox, gehen bereits gegen Drittanbieter-Cookies von Datenhändlern oder Werbefirmen vor. Doch als Google ankündigte, sie in seinem Browser Chrome auszumustern, kamen Wettbewerbsbedenken.

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Google schiebt nach Kritik unter anderem aus der Verlagsbranche den Plan auf, die Nachverfolgung des Nutzer-Verhaltens zu Werbezwecken im Webbrowser Chrome zu erschweren. Das Aus für sogenannte Cookies von Drittanbietern, wie Datenhändlern oder Werbefirmen, werde nun für Ende 2023 angepeilt, kündigte der Internet-Konzern am 24. Juni an. Zuvor war Anfang 2022 im Gespräch. 

Mehr Zeit für Verlage und die Werbebranche 

Damit bekommen die Werbeindustrie und Webpublisher deutlich mehr Zeit, um die Personalisierung der Werbung durch datenschutzfreundlichere Verfahren zu ersetzen. Chrome ist der mit Abstand meistgenutzte Webbrowser mit einem Marktanteil von rund 65 Prozent. „Wir müssen mit einem verantwortungsvollen Tempo bewegen”, schrieb der für Datenschutz bei Chrome verantwortliche Google-Manager Vinay Goel dazu: „Das wird genug Zeit für öffentliche Debatten über die richtigen Lösungen und weitere Interaktionen mit Regulierern lassen – und es Verlegern und der Werbeindustrie erlauben, ihre Dienste umzustellen.”

Safari und Firefox gehen bereits gegen Werbecookies vor 

Andere Browser, wie Apples Safari und Firefox, gehen bereits gegen Werbecookies von Drittanbietern vor. Angesichts der Stärke von Google bei Online-Werbung stand angesichts der geplanten Maßnahmen in Chrome aber sofort der Vorwurf im Raum, sie könnten am Ende die eigenen Anzeigendienste des Konzerns weiter stärken. Erst vor wenigen Tagen kündigte die EU-Kommission an, die Pläne nach Beschwerden unter die Lupe zu nehmen. Konkurrenten argumentierten zudem, dass Google unter anderem als Entwickler des Chrome-Browsers und des Smartphone-Systems Android auch andere Wege habe, an Informationen über das Verhalten von Nutzern zu kommen. Der neue Zeitplan berücksichtigt nun auch Zusagen, die Google der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) gegeben hatte. 

Privacy Sandbox in zwei Stufen 

Der aktualisierte Zeitplan für die sogenannte Privacy Sandbox sieht zwei Stufen vor. Bis Ende 2022 will Google eine öffentliche Diskussions- und Entwicklungsphase für eine Cookie-Alternative abschließen. Ziel sei die Entwicklung von Web-Technologien, die sowohl die Privatsphäre schützten als auch Unternehmen sowie Entwicklerinnen und Entwicklern Werkzeuge an die Hand gäben, um florierende digitale Unternehmen aufzubauen und das Web für alle offen und zugänglich zu halten.

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