Geschichten erzählen wie Pixar

Mit knapp 100 Seiten hat man das Buch schnell durch. Viel mehr hätte es auch nicht vertragen, ist es doch eher wie eine Seminararbeit verfasst. Obwohl der Autor sich mehr an den Drehbuch Aspekten orientiert als am Storytelling im (Content-)Marketing.

Insgesamt ist es nett zu sehen, wie stark sich Pixar bei allen ihren Werken an eine mehr oder weniger immer gleiche Struktur hält: erschaffe einen einzigartigen Charakter der stark mit einer Idee, bestimmten Werten oder Personen emotional verbunden ist, entdecke ihre Schwäche oder Angst und zwingt sie, ihre Komfortzone zu verlassen.

Aus Marketing-Sicht sollte man in Bezug auf Storytelling die folgenden Themen im Blick haben:

  • Die Idee sollte sich durch alles ziehen, von den Protagonisten über die Nebendarsteller bis hin zur Umgebung in der sich die Handlung abspielt.
  • Um sicher zu gehen, dass die erschaffene Welt auch kohärent ist, sollte sie gut durchdacht sein (auch, wenn das meiste davon nie verwendet wird).
  • Die Zielgruppe muss Empathie mit den Figuren aufbauen: „We care because they care.”
  • Das Ende muss unerwartet, nicht vorhersehbar und eine Reflexion der Charakterentwicklung sowie ein Resultat ihrer Reise sein.

Pixar Storytelling von Dean Movshovitz