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GamerInnen in Österreich sind durchschnittlich 37 Jahre alt

„Gaming in Austria 2021“: Sieben von zehn ÖsterreicherInnen spielen Videospiele

Die aktuelle Studie beleuchtet die Videospielnutzung in Österreich sowie die Auswirkungen der Pandemie auf Gaming. Demnach spielen derzeit in Österreich 5,3 Millionen Menschen Videospiele. Das Smartphone ist das populärste Gaming-Device, Konsolen holen jedoch auf.
„Gaming in Austria 2021“: Sieben von zehn ÖsterreicherInnen spielen Videospiele
GamerInnen in Österreich sind durchschnittlich 37 Jahre alt, das Verhältnis zwischen spielenden Frauen (48 Prozent) und Männern (52 Prozent) ist beinahe ident.
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Die neue Studie „Gaming in Austria 2021“ der GfK im Auftrag des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware (ÖVUS) zeigt, wie sehr Videospiele in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Sieben von zehn ÖsterreicherInnen spielen generell Videospiele, das sind 5,3 Millionen GamerInner in Österreich. Sechs von zehn ÖsterreicherInnen spielen regelmäßig (mehrfach im Monat oder öfter). ÖVUS lässt die Studie seit 2017 alle zwei Jahre neu erheben, wodurch langfristige Trends abgebildet werden.

Überraschend: Generation 50+ stellt die meisten Gamer

Die Studie widerlegt einmal mehr das Klischee vom Gaming als reines Jugendhobby. Das Durchschnittsalter von SpielerInnen in Österreich beträgt 36 Jahre. Die nominell größte Gruppe der regelmäßig Spielenden stellt die Generation 50+. Es ist gleichzeitig die Gamer-Altersgruppe mit dem größten Wachstum: Spielten 2017 noch 1 Million GamerInnen über 50 Jahren, sind es heute schon 1,3 Millionen. 


„Die Studie unterstreicht, dass Videogaming ein Hobby für jede Altersklasse ist und dass das Bild vom einsamen Jugendlichen vor dem PC längst überholt ist. 5,3 Millionen ÖsterreicherInnen spielen, vom Enkelkind bis zu den Großeltern – oft auch gemeinsam. Videospiele sind für jeden und jede und wir freuen uns, dass die Studie das einmal mehr in Zahlen abbilden konnte“, sagt ÖVUS-Präsident Niki Laber. 


Auch mit dem Klischee von Gaming als Männerhobby räumt die Studie auf. Bei den Spielenden ist das Verhältnis mit 52 Prozent Männern zu 48 Prozent Frauen beinahe ausgeglichen.

Smartphone ist King, Konsolen holen auf

Das meistgenutzte Gaming-Device ist, wie auch in den vergangenen Jahren, das Smartphone: 43 Prozent aller ÖsterreicherInnen, die regelmäßig spielen, tun dies auf ihrem Mobiltelefon. Auf Platz zwei folgen stationäre Videospielkonsolen, die in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt haben: von 20 Prozent im Jahr 2017 auf 28 Prozent im Jahr 2021. Auf Platz drei der meistgenutzten Spiele-Devices landet der PC mit 26 Prozent. 


„Ein Blick in die Detailzahlen zeigt, dass das Smartphone in allen Altersklassen bis 40 Jahre teils deutlich an Popularität verliert, was aber durch Zugewinne bei den Über-40-jährigen ausgeglichen wird“, erläutert Christoph Zeh, Account Director Consumer Panels & Services der GfK. Die TV-Konsolen dagegen haben in allen Altersklassen an Popularität gewonnen.

Mit Videospielen dem Corona-Alltag entfliehen

Die durchschnittliche Spieldauer pro Woche hat sich erneut erhöht, von 11,5 Stunden im Jahr 2019 auf 12,9 Stunden im Jahr 2021. Der Anstieg folgt einem langjährigen Trend, könnte durch die Pandemie jedoch noch verstärkt worden sein. So sagen 45 Prozent der Befragten, sie hätten während Corona mehr Zeit für Videospiele gehabt. Dass ihnen Videospiele Ablenkung von der Alltagsroutine der Pandemie verschafft hätten, bejahen 42 Prozent. Für 35 Prozent haben Videospiele während der Pandemie die psychische Situation verbessert. Und 25 Prozent berichten, dass sie beim Onlinegaming Freunde treffen konnten, die sie pandemiebedingt physisch nicht haben treffen können. 


„Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Videospiele nicht bloß Unterhaltung sind, sondern einen konkreten und positiven Impakt auf die Menschen haben. Was gibt es Schöneres für Hersteller von Videospielen als zu hören, dass ihre Games den Menschen positiv durch den pandemiebedingten Lockdown-Alltag geholfen haben “, so Laber.

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