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© Wavemaker

Sabine Binder-Wessely

„Es geht immer um das Zusammenspiel zwischen Werbefläche und Botschaft.”

Sabine Binder-Wessely, Director of Strategy & Client Leadership, und Martin Weiß, Head of Planning & Buying Digital Media bei Wavemaker, sprechen im Interview über Digitalmarketingtrends, die Corona-Krise und Mediaagenturen.

Frau Binder-Wessely, welcher konkreten Tätigkeit gehen Sie bei Wavemaker nach?

Sabine Binder-Wessely: Also grundsätzlich habe ich die Funktion des Director Strategy inne. Das bedeutet, wann auch immer Kollegen einen Sparring Partner brauchen oder in der Erarbeitung der strategischen Ausrichtung und des Kampagnengerüsts Hilfe benötigen, dann können sie auf mich zukommen.

Wie hat sich die Kundenberatung in Zeiten von COVID-19 verändert – sowohl im Daily Business bei bestehenden Kunden, als auch bei Pitches?

Sabine Binder-Wessely: Nach ein paar Wochen des kalten Wassers und Lernens im Umgang, ist es jetzt eigentlich überhaupt kein Thema mehr. Die Arbeit und die Beratung, sowie der Kontakt zu Kunden passiert mehr oder weniger gleich wie vorher, nur dass wir eben nicht mehr so oft im gleichen Raum sitzen.

Martin Weiß: Man kann auch „Remote Pitchen“ wie wir erfahren haben, es geht alles mit der richtigen Technologie.

Eine Mediaagentur berät bei der Auswahl sowie dem Einsatz von Werbeträgern und ‑mitteln. Worin sehen Sie die Unterschiede zwischen einer klassischen Mediaagentur und der Agentur Wavemaker?

Martin Weiß: Ich würde es so formulieren, dass Wavemaker eigentlich eine klassische Agentur ist, das Agenturleben aber auch eine austauschbare Dienstleistung ist und man sich daher als Agentur, umso mehr profilieren muss. Im Endeffekt glaube ich, dass uns in Österreich als Wavemaker ausmacht, dass wir einerseits zu einem großen Netzwerk gehören, aber trotzdem eine relativ kleine Agentur sind und daher auch noch relativ flexibel sein können.

Sabine Binder-Wessely: Hier darf ich ergänzen, dass wir nicht zuletzt durch die GroupM viele zusätzliche Benefits haben, wie beispielsweise den Ausbau von Services, den eine andere Agentur vielleicht nicht leistet. Das heißt, wir sind nicht nur eine Mediaagentur, sondern es geht immer um das Zusammenspiel zwischen Werbefläche und Botschaft – und am Ende des Tages muss es den richtigen Empfänger erreichen.

Herr Weiß, wie hoch schätzen Sie den Anteil der von Ihnen gesetzten digitalen Marketingaktivitäten auf den verschiedenen digitalen Kanälen?

Martin Weiß: Wir haben ein breites Spektrum an Angeboten – Display Video, Search und Social. Wie das aufgeteilt ist, kommt wirklich sehr stark auf den Kunden an. Was man aber schon beobachten kann, ist, dass Search-Anteile immer weiter steigen. Was natürlich auch immer dazu kommt sind neue Social-Kanäle, wie zum Beispiel TikTok.

Frau Binder-Wessely, Sie haben in den vergangenen Jahren bereits mit zahlreichen Kunden zusammengearbeitet: Gibt es aus Ihrer Sicht nennenswerte Unterschiede zwischen Kunden von Groß- bzw. Kleinunternehmen?

Sabine Binder-Wessely: Ja, es gibt nicht nur große und kleine, sondern auch internationale und nationale Kunden, das macht auch noch einmal einen großen Unterschied. Bei großen und internationalen Kunden gibt es meist konkrete Vorgaben, weil speziell internationale Konzerne auch internationale Media-Guidelines haben. Bei nationalen Kunden kann man in den meisten Fällen viel stärker auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. Der Unterschied zwischen großen und kleinen Kunden ist, dass kleinere Kunden meist beratungsintensiver sind, natürlich sind aber auch die Volumina kleinere und damit muss jeder Werbeeuro noch einmal besser argumentiert werden.

Suchmaschinenoptimierung durch künstliche Intelligenz war dieses Jahr unter anderem Thema bei der DMEXCO. Wie stehen Sie zum Einsatz künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag, Herr Weiß?

Martin Weiß: Ich glaube das wird zunehmend Thema werden, insbesondere in Verbindung mit der DSGVO. Wenn es in Zukunft Targeting ohne Cookies gibt, dann wird künstliche Intelligenz sicherlich eine große Rolle spielen. Jetzt wird diese teilweise schon eingesetzt, um Kampagnen zu optimieren.

Welche Trends sind aktuell im Digitalmarketing zu beobachten?

Martin Weiß: Die DSGVO und Cookies sind beispielsweise Begriffe, die uns in den nächsten Jahren in der Digitalbranche sehr stark begleiten werden. Jetzt aktuell ist die Umstellung auf TSF 2.0 präsent, also dass alle Kunden und auch Publisher ein Content Tool brauchen, das DSGVO-konform ist.

Sabine Binder-Wessely: Ich habe nicht nur den digitalen Blick darauf, aber ich merke, dass Offline-Medien immer mehr in Zugzwang geraten, hinsichtlich Messbarkeit. Also die Messbarkeit von Offline-Medien durch Online-Technologien oder Möglichkeiten einfach zu unterstützen und somit eine gleiche Basis zu schaffen ist auch etwas, dass wir immer öfter in unseren Anfragen hören und sehen. 

Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten live von der DMEXCO. Dieser Artikel wurde von Stephanie Kautz und Paulina Frömmel verfasst. Das redaktionelle Coaching erfolgte durch die Internetworld.at-Redaktion.

Christina Ebner

Christina Ebner

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