Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.
© digitalwerk

digitalwerk: Das sind die Top 10 Digital-Trends in 2024

Ein Trend steht fest: Nach 2023 wird sich aufgrund von AI jeder Bereich des digitalen Universums endgültig ändern. Digitalwerk hat sich die Top 10 Trends angeschaut, die im Jahr 2024 digitales Marketing nachhaltig prägen werden.

Von E‑Commerce, Applikationen bis hin zu Onlinemarketing: AI wird zum Button oder Assistenten in jeder deiner Anwendungen und die Preise für AI-Applikationen und Abos werden billiger

1) E‑Commerce: Hyperpersonalisierung und dynamische Preise

Im Jahr 2024 wird sich das Konzept der Personalisierung über Inhalte und Produktempfehlungen hinaus weiterentwickeln. Unternehmen werden KI nutzen, um die Zielgruppenansprache, aber auch die Preisgestaltung mittels „Dynamic Pricing“ für einzelne Kundinnen dynamisch anzupassen. Achtung: Vor allem Retailer müssen ein kombiniertes und differenziertes Kundenerlebnis bieten! Dies erfordert eine Reihe neuer Technologien, Services und Modelle, die alle mit Systemen, Diensten und sauberen, kontrollierten Daten nahtlos interagieren; Stichwort: „First Data Ownership“. Die Zeiten von parallel laufenden Kassasystemen, Kundinnendaten und Marketing-Tools sind vorbei. Und wieder zeigt uns Shopify, wie es geht:

2) E‑Commerce: Shopify POS – eine Benchmark

In „Shopify POS“ Kassa-Systemen werden die Daten der Kundinnen aus dem Onlineshop und Ladengeschäft in einem einzigen Backoffice erfasst, sodass alle Vorgänge und Datenflüsse optimiert und synchron ablaufen. Die perfekte Erfassung der off- und online Verkäufe sowie das Abgleichen dieser Daten für Social Media, Newsletter und Kampagnen sind die Basis für erfolgreiches Omnichannel-Marketing. Hierzu gibt es aber noch Aufholbedarf an nativen Anwendungen seitens der Anbieterinnen.

3) CMS: Webflow – Eine Plattform
 konzipiert für Wachstum durch Localisation und Echtzeit-Design-Synchronisation

Das neue Lokalisierungsprodukt „Localisation“ von Webflow bietet eine End-to-End-Lösung für verschiedene regionale Zielgruppen. Mit Funktionen wie Design, automatisierter und auf KI basierter Inhaltsübersetzung und Veröffentlichungskontrolle wird sowohl das Webdesign als auch die Entwicklung von mehrsprachigen Webseiten stark vereinfacht und erlaubt Visual DeveloperInnen auch größere Corporate-Sites zu bauen. 

1) Echtzeit-Synchronisation von Figma zu Webflow

Designiterationen, die früher zeitaufwendig und inkonsistent in ihren Workflows waren, werden durch die Echtzeit-Synchronisation zwischen Figma und Webflow optimiert. Änderungen in Figma spiegeln sich umgehend in Webflow wider.

2) Nahtlose API-Integration

Die Integration mit Marketingplattformen, insbesondere HubSpot und Salesforce, ist nun in weniger als 60 Sekunden möglich.Diese Neuerungen sind nicht nur Fortschritte; sie transformieren und vereinfachen Arbeitsabläufe, unterstreichen Webflows‘ Engagement und erweitern die kreativen Möglichkeiten für Entwicklerinnen und Marketerinnen.

4) Flat-File-CMS: Maximale Speed und Unabhängigkeit

Als Alternative zu Webflow und Framer wird Statamic im klassischen Development immer beliebter. Dieses unabhängige CMS ist ein Flat-File-CMS auf Basis von Laravel und PHP, das die Leistung und Geschwindigkeit einer statischen Website mit der Benutzerfreundlichkeit eines traditionellen CMS verbindet. Anstatt in einer Datenbank (WordPress, Typo3 etc.) werden beim Flat-File-Ansatz sämtliche Informationen der Website in Dateien und Ordnern abgespeichert, wodurch schnellere Zugriffszeiten und eine einfachere Bearbeitung und Versionierung ermöglicht werden. Neben der Verwendung als klassisches CMS ist auch der Einsatz als Headless CMS über eine REST- oder GraphQL-Schnittstelle möglich. Auf diese Weise können die Inhalte vom Frontend entkoppelt und flexibel auf verschiedenen Websites, mobilen Anwendungen und anderen digitalen Plattformen genutzt werden.

5) AI in 2024: AI is a button in your app

Am 1. November 2023 erschien Microsoft 365 Copilot. Damit wurde GPT‑4 mit aktuellem Wissensstand in die gesamte Office-Software integriert – also in den Kalender, E‑Mails, Chats, Dokumente, Word-Dateien, OneDrive, Meetings, Teams und Kontakte. GPT‑4 kombiniert und verknüpft diese, um etwa über Chat oder Sprachsteuerung Aufgaben zu erledigen.

Erstelle eine 15-Folien-Präsentation über die Finanzergebnisse des letzten Quartals unter Verwendung von [Dateiname]

Diese Integration ist wegweisend für die Weiterentwicklung sämtlicher großen Softwareapplikationen im Jahr 2024: Ob Design, Development, Office-Software, CRM, Taskmanagement, EAP, E‑Commerce, Talent Management … AI ist gekommen, um zu bleiben und wird zum Assistenten bzw. Button in deiner Lieblings-Software. Ein Security-Thema poppt hier aber massiv auf, denn AI in der Cloud, genauer gesagt die „B2B-AI-Cloud“, wird unumgänglich. 

6) Post Cookie Ära: Aller guten Dinge sind drei. Droht den Cookies in Q4 das dritte aus?

Chrome plant, Cookies von Drittanbietern für 1 Prozent der NutzerInnen ab dem 1. Quartal 2024 zu deaktivieren, um Tests zu erleichtern. Ab dem 3. Quartal 2024 soll die Ära der Cookies dann für 100 Prozent der NutzerInnen vorbei sein. Wichtig ist, dass Unternehmen spätestens zu Beginn des neuen Jahres darauf reagieren – es geht um First-Data-Ownership und transparente Consent-Management-Lösungen. Der Umstieg auf Serverside-Tracking wird zu einem wichtigen Punkt, da uns aktuelle Kundenreports bereits deutlich machen, dass wir mehr als 70 Prozent an Tracking-Verlusten hinnehmen müssen. Das bedeutet in erster Linie auch Auswirkungen auf die Attributionsmodelle, in weiterer Folge abnehmender ROAS und abnehmender Umsatz, wenn nicht schnell genug gegengesteuert wird. Natürlich reagieren Google (Privacy Sandbox) und Meta (Conversions API), aber der Trend geht klar in Richtung eigener Customer Data Plattformen sowie eigener Attributionsmodelle. Infolgedessen werden CRM-Systeme, tief integriert in sämtliche Ökosysteme, von E‑Commerce über Websites bis hin zu diversen anderen Plattformen, ihren Durchbruch erleben.

7) Agencies 2024: Agenturen unter Kostendruck

Forbes gibt in einem Artikel zur Zukunft von Agenturen 2024 eine Entwicklung vor, die ich nicht so sehe: „Die kostengünstigen KI-Lösungen werden dazu beitragen, den Umsatz der Agenturen zu steigern und die internen Kosten zu senken.“ Der Einsatz von AI führt im ersten Schritt zu erhöhten Kosten in der Schulung der MitarbeiterInnen, beziehungsweise im adaptierten Recruiting, um Talente mit bereits vorhandenen AI-Skills zu finden. Auch wenn ein gesamter Agentur-Prozess durch KI unterstützt wird, ist der Kernfokus und die Kernkompetenz strategische Beratung, Idee und Kreation sowie Touchpoint-orientierte Umsetzung. 

8) Digitale Produktion: Next Level Efficiency

Unsere Design-Tools, wie Figma und Midjourney, werden durch neue AI-Content-Tools wie Canva Studio ergänzt: Canva. Canva ist ein australisches Unternehmen, das von der Times 2023 zu einer TIME100 World’s Most Influential Companies gekürt wurde. DesignerInnen verwenden Canva häufig für die Gestaltung von Templates: Nach der Erstellung des Designs in Figma wird die Grafik in Canva importiert, um jede Art von Mutation, Adaption, Format, Video oder HTML beispielsweise mit dem Social-Team, der Mediaagentur oder dem HR-Team zu teilen, bzw. auch kollaborativ zu bearbeiten. In vielen Fällen müssen Assets für die Content-Produktion schnell geändert werden, was in Folge zig Mutationen und Channels betrifft – dieses Tool erledigt solche Aufgaben in Sekunden. AI gestützte Produktionstools dieser Art werden die digitale Asset-Produktion auf ein neues Level bringen.

9) Dynamische Display Verwaltung: Publishr zeigt, wie‘s geht 

In der Asset-Produktion ist Canva der neue Aufsteiger, aber es bedarf auch eines intelligenten Tools für die Abstimmung mit Kundinnen, der Media Agentur oder der Vermarktung. Publishr setzt da als Plattform an, wo Werbemittel in die Cloud geladen werden. Das Tool erstellt automatisch einen Produktionsplan, in Kooperation mit allen Beteiligten erfolgen Freigaben sowie Abstimmungen und auch ein A/B‑Testing kann jederzeit eingerichtet werden. 

10) Designtrends 2024

Bento-Grid-Webdesigns: Während Bento-Grid-Designs bereits 2023 an Popularität gewannen, erleben sie 2024 ihren Durchbruch in den Mainstream. Dieses Layout-Konzept, inspiriert von der japanischen Bento-Box, revolutioniert die Art und Weise, wie Inhalte auf Webseiten angeordnet werden. Die Aufteilung des Bildschirms in anpassbare ‚Zellen‘ ermöglicht eine flexible, effiziente und zugleich ästhetisch ansprechende Darstellung von Informationen, was zu einer intuitiven und benutzerfreundlichen Erfahrung führt. 

Integration von 3D auf Websites: Die Integration von 3D in das Webdesign nimmt 2024 weiter Fahrt auf. Tools wie Spline und Webflow erlauben es Designerinnen, beeindruckende 3D-Inhalte einfach in Websites einzubinden. Diese Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten für die Produktpräsentation und interaktive Visualisierungen, die das Online-Erlebnis bereichern und vielseitiger gestalten. 

Typografie im Fokus: Typografie wird 2024 zu einem Schlüsselelement des Webdesigns. Experimentelle Schriftarten und typografische Layouts verbessern nicht nur die visuelle Attraktivität von Websites, sondern schaffen auch neue Interaktionsmöglichkeiten. Interaktive Texteffekte und kreative Typografie werden die Nutzererfahrung aufwerten, indem sie Informationen auf eine ansprechende und kreative Weise präsentieren.

Die Tools für 2024

  • Design: Figma, Canva
  • Video: Runway ML 2, DaVinci Resolve
  • Konzeption: Miro, FigJam
  • AI-Text: ChatGPT
  • AI-Bilder: Midjourney, DALL‑E 3
  • CMS: Webflow oder Headless Apps wie Statamic
  • Präsentationen: Powerpoint mit Microsoft Copilot, Pitch
  • E‑Commerce: Shopify und Shopware
  • Agentur Software: Kanbert
  • Display/Banner Verwaltung: publishr
Elisa Krisper

Elisa Krisper

Chris Budgen

„Die with Zero” von Bill Perkins

Das Buch „Die with Zero“ präsentiert eine verblüffend neue und provokante Philosophie sowie einen praktischen Leitfaden, wie Sie das Beste aus Ihrem Geld – und Ihrem Leben – herausholen können.