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© Sarah Kaitán

Jason Modemann, Founder & CEO Mawave: „Du musst Verständnis dafür aufbauen, was in den Köpfen deiner Zielgruppe passiert“

Die Psychologie der KundInnen als Hebel für Social Media Marketing

OMR 2023: Die Messehallen von Hamburg füllen sich. Unter vielen inspirierenden SpeakerInnen tritt Jason Modemann, Gründer und CEO von Mawave auf, welcher in seinem Vortrag fünf wertvolle psychologische Hacks für erfolgreiches Social Media Marketing präsentiert

Das diesjährige OMR (Online Marketing Rockstars) Festival findet am 9. und 10. Mai statt und bietet neben zahlreichen Masterclasses, Guided Tours und Side Events eine Plattform für unterschiedliche SpeakerInnen aus dem Bereich Digital Marketing. Darunter auch Jason Modemann, welcher als Gründer und CEO der Social Media Agentur Mawave bereits bedeutende Insights sammeln konnte und diese in seiner Keynote zusammenträgt. In seinem Vortrag am Dienstnachmittag teilt er, wie die Psychologie von KundInnen zur Optimierung von Social Media Marketing genutzt werden kann.

Fünf psychologische Tricks – Was bewegt die Massen wirklich?

Die folgenden fünf Prinzipien sieht Modemann als zeitlose Grundlagen der Vermarktung. Der erste Trick bezieht sich auf Social Proof. Dies beschreibt das Treffen von Entscheidungen auf Basis der Erfahrungen anderer. Dieser Hack äußert sich in der Social-Media-Realität etwa im Einsatz von InfluencerInnen wieder. Als zweiten Hack empfiehlt der Speaker, im Social Media Marketing den Carpenter-Effekt zum eigenen Vorteil zu nutzen: Ein Phänomen, aufgrund dessen Personen das Verhalten und die Reaktionen ihres Gegenübers spiegeln. Hierfür können Marken ihre Produkte beispielsweise in Form eines Videos in konkreter Anwendung präsentieren. Drittens legt er dem Publikum den psychologischen Trick „Mental Accounting“, also das bewusste Positionieren der eigenen Produkte in verschiedenen mentalen Konten der KundInnen, nahe. Vereinfacht gesagt: Wenn eine Biermarke eher im mentalen Konto „Erlebnis“ hinterlegt ist, ist man eher bereit, mehr Geld dafür auszugeben, als wenn es im Konto „Lebensmitteleinkauf“ hinterlegt wäre. Die Position im gewünschten Konto kann durch den Einsatz von Framing in Ads und Postings erlangt werden. Auch die Bedeutung des Endownment-Effekts hebt Modemann hervor. Dieser beschreibt, dass der „Fast-Besitz“ eines Produkts dieses für KonsumentInnen attraktiver macht. Im Social Media Auftritt sollen Marken daher ein Besitzgefühl an ihr Publiklum vermitteln, wie etwa durch das virtuelle Anprobieren von Accessoires mithilfe von AR-Filtern. Als fünften und letzten Hack nennt der Unternehmer den IKEA-Effekt. Dieser beschreibt, dass KonsumentInnen einer Marke oder einem Produkt einen höheren Wert zuschreiben, wenn sie – wie bei dem Bau eines IKEA Produkts – selbst aktiv werden. Hierfür bieten Unternehmen beispielsweise WhatsApp-Beratung an, durch welche die KundInnen aktiv auf die Marke zugehen können.

Best Practice Beispiel zum Abschluss

Nach der Erläuterung der einzelnen Tipps verbildlicht Modemann diese zusammenfassend anhand eines Beispiels. Coca-Cola soll gleich alle fünf erfolgreich in der „Share a Coke“-Kampagne umgesetzt haben. Nachdem diese Kampagne einen großen Erfolg für die Marke bedeutete, kommt der Spekaer zu folgendem Schluss seines Vortrags: „Daran erkennt man, dass das gezielte Einsetzen von psychologischen Taktiken dein Social Media Marketing pimpen kann“.

Internetworld Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Master-Studiengang Digital Marketing & Kommunikation der FH St. Pölten vom OMR 2023. Dieser Artikel wurde von Sarah Kaitán verfasst.

Online Redaktion

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Chris Budgen

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