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Der Ruf nach einer Männerquote wird laut

Maximilian Mondel
Maximilian Mondel
In den sechs Kategorien der Marketing Leader of the year Awards 2022 konnten sich exakt sechs Frauen durchsetzen. Unter vorgehaltener Hand werden bereits mehr Männer unter den Gewinnern gefordert. Und das ist reichlich absurd.

Die Marketing Leader of the year Awards 2022 sind Geschichte und haben in den sechs Kategorien ebenso viele weibliche Sieger hervorgebracht (jetzt mal abgesehen vom Sonderpreis für das Marketing-Lebenswerk, den Thomas Saliger von XXXLutz mit nach Hause nehmen durfte). In einer Gesellschaft, in der die Frauen über Jahrtausende die zweite Geige spielten, ist das durchaus wohltuend. Es ist noch gar nicht so lange her, da gewannen bei ähnlich gelagerten Awards in der Marketing- und Werbeszene vornehmlich Männer. Es ist also mehr als fair, wenn jetzt die Marketerinnen an breiter Front die Nase vorn haben. Den Aufholbedarf will ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, hier gar nicht vorrechnen – der ist evident.

Was aber ist die Reaktion der Männer darauf, dass die sechs Marketing Leader des Jahres heuer allesamt weiblich sind? Sie monieren, dass es einer Awardshow, wie den von Internet World Austria gemeinsam mit dem Marketing Club Österreich organisierten Marketing Leader of the year Awards eigentlich nicht gut zu Gesicht stünde, wenn da nur Frauen mit den im vierten Jahr der Verleihung längst sehr begehrten Trophäen von dannen ziehen. Okay, es waren nur drei Männer, die mir als Veranstalter diesen vermeintlichen Missstand im Zuge des Verleihungsevents zuraunten, aber das sind – sorry, Boys – drei zu viel. 

Denn erstens ist es das Wesen der Demokratie, dass die Macht vom Wahlvolk ausgeht. Zweitens werden wir als Veranstalter einen Teufel tun, in das durch die offenen Online-Wahl zustande gekommene Ergebnis einzugreifen. Und drittens waren die männlichen Nominierten in einigen der sechs Kategorien durchaus nahe am Sieg bzw. an den Stockerlplätzen dran. Und warum will man(n) viertens einfach nicht akzeptieren, dass die, die nun gewonnen haben, es einfach verdient haben, ganz oben zu stehen?

Mein Tipp an alle Geschlechtskollegen, die sich in ihrer männlichen Eitelkeit gekränkt fühlen: Nehmt vermehrt euer Wahlrecht in Anspruch. Und springt über euren eigenen Schatten und gebt eure Stimme auch mal einem anderen Mann (und nicht nur euch selbst). Denn die Frauen tun das anscheinend. Und recht haben sie. Es lebe die Demokratie!

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