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© Gewista

Andrea Groh

Andrea Groh, Gewista: „Uns kann man nicht wegklicken – wir sind einfach da.“

Andrea Groh, Chief Sales Officer bei der Gewista, plaudert im Interview über die Herausforderungen, Stärken und Trends im (digitalen) Out-of-Home Bereich. Außerdem teilt sie ihre Gedanken, in welche Richtung sich Außenwerbung in Zukunft entwickeln wird

Derzeit macht das klassische Plakat den größten Anteil der in Österreich eingesetzten Außenwerbeformen aus. Wie wird sich die Bedeutung der verschiedenen Out-of-Home Werbeträger in Österreich bis 2030 Ihrer Meinung nach verändern? 

Andrea Groh: Ich denke ganz klar, dass der Bereich Digital Out-of-Home in den nächsten Jahren massiv steigen wird. Das hat auch gute Gründe und vor allem im urbanen Raum können mit digitalen Außenwerbeformen großartige Dinge umgesetzt werden. Das digitale Wachstum führt wahrscheinlich zu einem Rückgang des klassischen Plakates. Trotzdem wird das klassische Plakat bestehen bleiben, da Österreich nicht nur aus Urbanität besteht und das Plakat vor allem für die ländlichen Bereiche wichtig ist. Auch die Bereiche Street Furniture und Ambient Media sehe ich im Wachstum, wenn auch bei weitem nicht so stark wie die digitale Außenwerbung.

Welche Vorteile ergeben sich durch das Wachstum von Digital Out-of-Home?

Groh: Bei Digital Out-of-Home können wir für den Werbemarkt viel schneller Kampagnen umsetzen. Außerdem wissen wir durch zahlreiche Studien, dass durch Animation ein wesentlich höherer Impact erzielt wird. Im digitalen Bereich können wir tagesaktuell reagieren bzw. agieren und sind dadurch flexibler in der Ausspielung für den Kunden. Statt dem Plakatieren muss nur noch auf einen Knopf gedrückt werden und das Sujet ist zeitgleich auf allen digitalen Screens sichtbar. Vor allem den geringeren Aufwand und die höhere Zeiteffizienz sehe ich also als Vorteile.

Was begeistert Sie persönlich am Out-of-Home Bereich und worin sehen Sie seine Stärken?

Groh: Im Vergleich zu anderen Werbeformen ist die Außenwerbung immer sichtbar. Uns kann man nicht wegklicken, uns kann man nicht ausschalten, uns kann man nicht wegblättern. Das bedeutet jedoch auch, dass jeder Fehler sofort sichtbar ist und darüber gesprochen wird. Eine Stärke der Out-of-Home Werbung ist es außerdem, dass die RezipientInnen im Alltag auf eine positive Art und Weise davon begleitet werden. Sie wird nicht als störend empfunden, sondern verkürzt sogar die Wartezeit. Außerdem machen schön gestaltete City Lights und Plakate die Umgebung bunter.

In Bezug auf das Produktportfolio von der Gewista – welche Neuerungen sind geplant und worauf kann man sich in den nächsten Jahren freuen?

Groh: Die größte Neuerung in naher Zukunft ist, dass wir im Jänner 2022 mit programmatischem Verkauf für unser digitales Inventar starten. Ansonsten sind viele Projekte in Richtung Ambient Media geplant. Zusammen mit den Wiener Linien haben wir bereits in U‑Bahnstationen Brand Areas als Erlebniswelten geschaffen. Immer interessanter wird auch die Kombination aus klassischer Werbung und Promotion. Wir möchten die RezipientInnen in die Kampagnen einladen und sie daran teilnehmen lassen. Tolle Beispiele setzen wir hier in unserer neuen Unit „Shopping Center Advertising” um, in der wir die Vermarktung der beiden größten Shopping Center in Österreich, der Westfield Shopping City Süd und dem Westfield Donau Zentrum, vorantreiben.

Zuletzt noch eine etwas persönlichere Frage: Wenn Sie Ihrem 20-jährigen Selbst einen Ratschlag auf den Karriereweg mitgeben könnten, welcher wäre das?“

Groh: Wenn man immer sein Bestes gibt und mit persönlichem und starkem Interesse und Engagement bei der Sache ist, ist es möglich, dass die nächsten Schritte auf der Karriereleiter genommen werden.

Internet World Austria berichtete in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten von der DMEXCO. Dieses Interview wurde im Zuge der Kooperation von Agnes Haferl geführt.

Elisa Krisper

Elisa Krisper

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