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Tuesday, 22. May 2012
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Vista: Microsoft verweigert angeblich Zugriff auf APIs | Drucken |
Symantec, ein Hersteller von Produkten für die IT-Sicherheit, hat in dieser Woche wieder einmal gegen das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista gewettert. Gleichzeitig beschuldigte man Microsoft, Drittfirmen bei ihrer Arbeit zu behindern, indem wichtige Informationen zurückgehalten werden, die für Kompatibilität ihrer Produkte mit Vista benötigt werden.
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Angeblich weigert man sich in Redmond, die APIs (Application Programmable Interfaces) des in Vista integrierten Anti-Spyware-Tools Windows Defender herauszugeben. Ohne Zugriff auf die APIs kann Symantec nach eigenen Angaben nicht sicherstellen, dass die eigenen Produkte mit der Software kompatibel sind. Man wirft Microsoft vor, absichtlich Engpässe zu schaffen, um Nachteile für andere Anbieter zu schaffen und Kunden zu binden.

Microsoft ließ seinerseits verlauten, dass man die APIs bereits am 22. September für Partner zur Verfügung gestellt habe. Symantec habe bereits am 25. September die Zustimmung erhalten, die API für eigene Entwicklungen zu nutzen. Weiterhin hieß es, dass man den API-Zugriff mit dem Windows Vista Release Candidate 1 möglich gemacht habe.

Da diese Änderung jedoch nicht im Software Development Kit (SDK) für Vista RC1 dokumentiert sei, könne Verwirrung unter den Partnerunternehmen wie Symantec entstehen. Der Grund dafür sei, dass man die Funktion erst kurz vor der Veröffentlichung des Release Candidate 1 integriert habe, wodurch eine Erwähnung im SDK nicht mehr möglich gewesen sein soll.

Symantec beharrt jedoch darauf, dass die APIs noch nicht verfügbar sind. Microsoft will so angeblich verhindern, dass das Unternehmen seine Produkte rechtzeitig vor der Auslieferung an OEM-Partner im Oktober mit Vista kompatibel machen kann. Die IT-Sicherheitsfirma will seinen Partner aus der PC-Industrie, darunter Unternehmen wie Dell, Hewlett-Packard, Fujitsu, Toshiba und Sony, in drei Wochen Vista-kompatible Versionen seiner Produkte bereitstellen.

Man fürchtet nun, dass Microsoft erst wenige Tage vor dem angepeilten OEM-Auslieferungsdatum der Symantec-Produkte die entsprechenden APIs zur Verfügung stellen wird. Microsofts Einstieg in den Markt für IT-Sicherheit wird von vielen Anbietern aus diesem Bereich argwöhnisch betrachtet. Sie fürchten eine Verzerrung des Wettbewerbs und machen deshalb verstärkt Front gegen die Sicherheitsfunktionen von Windows Vista. Unter anderem wurde die EU dazu bewegt, eine entsprechende Untersuchung zu starten.
 
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