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AMD ausgesperrt - Intel zu Monopolstrafe verurteilt |
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Die Wettbewerbsaufsicht von Südkorea hat eine Strafe von 26 Milliarden Won (16,53 Mio. Euro) gegen den Prozessorhersteller Intel verhängt. Das Unternehmen soll nachgewiesenermaßen seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt haben, um seinen Konkurrenten AMD aus dem Markt zu drängen.
Intel soll südkoreanischen Computerherstellern unfaire Rabatte gewährt haben, damit diese bei ihren Systemen auf die Prozessoren des Konzerns setzen. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, das Urteil nicht hinnehmen zu wollen. Vor dem höchsten Gericht in Seoul will man nun Einspruch einlegen.
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Nach Angaben von Intel ist man unzufrieden, weil die Wettbewerbshüter die vorgelegten Beweise nicht ausführlich genug ausgewertet haben sollen. Koreas Wettbewerbsaufsicht hatte festgestellt, dass Intel Herstellern wie Samsung und Trigem Rabatte gewährt hatte, damit diese keine Prozessoren von AMD einkaufen.
Die Wettbewerbshüter hatten 2005 Ermittlungen eingeleitet, während denen es im Februar 2006 auch zu unangemeldeten Durchsuchungsaktionen in Intels Büros in Südkorea kam. Die Behörden des asiatischen Landes gehen häufiger wegen Wettbewerbsvergehen gegen große Konzerne vor.
2005 war auch Microsoft zu einer Strafe in Höhe von umgerechnet 22 Millionen Euro verurteilt worden und muss seitdem eine Windows-Version ohne den hauseigenen Instant Messenger und den Windows Media Player anbieten.
Die EU ermittelt derzeit ebenfalls wegen Monopolvorwürfen gegen Intel. Auch in Europa wird dem Chipkonzern vorgeworfen, wettbewerbswidrige Rabatte gewährt zu haben, damit Hersteller und Händler keine Systeme mit AMD-Prozessoren verkaufen. In den USA und Japan laufen derzeit weitere Verfahren. In Indien hat AMD erst vor kurzem offiziell Beschwerde wegen unfairer Geschäftspraktiken von Intel eingereicht. |