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Tuesday, 22. May 2012
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Unternehmen investieren immer mehr in IT-Sicherheit | Drucken |
Nach Angaben des Professors für IT-Sicherheit, Rüdiger Grimm, an der Universität Koblenz, werden Angriffe aus dem Internet für Computer zur immer größeren Gefahr. Weltweit tauchen täglich mehr als zehn neue Schwachstellen in Betriebssystemen auf, die zu Einfallstoren für Viren und Trojaner werden können.
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Bis eine solche Lücke anhand eines Patchs geschlossen werden kann, vergehen im Schnitt sieben Wochen. «Sicherheitsprogrammierung ist sehr aufwendig», erklärte Grimm. Hacker benötigen jedoch durchschnittlich nur sieben Tage nach Bekanntwerden, um sich eine solche Lücke zunutze zu machen.

«Die Zahl der böswilligen Angriffe von außen nimmt deutlich zu», sagte der Wissenschaftler in einem dpa-Gespräch. Zunehmend ernster nehmen dieses Problem vor allem große Unternehmen wie Banken und Versicherungen aber auch mittelständische Firmen. Allerdings sei der Kampf gegen die Angreifer ein nicht enden wollendes Katz-und-Maus-Spiel. «Inzwischen haben alle Netzzugänge so genannte Firewalls», sagte Grimm. «Da ist schon viel abgefangen. Aber dann gibt es wieder schlaue Verfahren, mit denen man die Firewalls unterlaufen kann.» «Wir sind mittlerweile so weit, dass wir mit den Risiken umgehen können», sagte der 55-Jährige. «Aber die Verfahren sind teuer.» Besonders kleine Firmen wenden sich häufig mit der Bitte, ihre Netze beispielsweise im Rahmen einer Diplomarbeit abzusichern, an Universitäten und Hochschulen.

Grimm gab außerdem an, dass die Schäden, die Viren und Würmer verursachen, für die gesamte Volkswirtschaft noch nicht beziffert werden könnten. «Aber das ist nicht etwas, was im fernen Rauschen untergeht», meinte der Experte. Die Investitionen der Unternehmen in die IT-Sicherheit seien in so hoch wie die geschätzten Schäden, die sie damit abwenden wollten. Beispielsweise würden Banken jedoch niemals zugeben, wenn Angriffe auf ihre Hauptrechenzentren erfolgreich gewesen seien. «Aber die gibt es mit absoluter Sicherheit», meinte Grimm.

 
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