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Hintergrund: Wie die Polizei Internet-Täter aufspürt |
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Die Polizei kommt Verdächtigen, die ihre Gewalttaten im Internet ankündigen, mittlerweile relativ leicht auf die Spur. Anzeige:
Wie Jochen Schiller, Internetexperte und Informatiker an der Freien Universität Berlin erklärt, ist dieser Ansatzpunkt den Internetanbietern zu verdanken. Jede Einwahl ins Internet wird vom entsprechenden Provider registriert und aufgezeichnet. „Sie hinterlassen immer eine Spur, auch wenn Sie für andere Internetnutzer nach außen hin anonym bleiben“, bestätigt Schiller. Ähnlich einer Hausnummer, ist jeder Computer mit einer bestimmten Adresse versehen. Bei jedem Schritt, den der Nutzer im Internet tut, werden diese Daten mit übermittelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Benutzer unter einem Fantasienamen im Chat anmeldet oder über einen Call-by-Call-Anbieter einwählt, die Adresse bleibt dennoch die gleiche. Kündigt ein Internetnutzer in einem Forum oder einem Chat also eine Gewalttat an, kann die Polizei über den Netzbetreiber herausfinden, welcher Computer genau einen bestimmten Satz verschickt hat. Ist die Adresse des Täters bekannt, muss noch die Telefonnummer ermittelt werden, mit der sich der Nutzer ins Internet eingewählt hat. Damit kann wiederum die Wohnadresse des Chatters gefunden werden. Als schwieriger erweist sich diese Ermittlungsmethode, wenn sich Menschen nicht von zu Hause, sondern mit einem Computer in einem Internetcafé ins WWW einwählen. Dann kann die Spur zwar auch schnell verfolgt werden - der tatsächliche Nutzer ist damit allerdings noch nicht gefunden. |